Am 22. Juni 2008 feierten mehr als 50 Männer und Frauen in Wittenburg ihre „Goldene Konfirmation“, d.h. das 50. Jubiläum ihrer Konfirmation. Ein Festgottesdienst in der Kirche, in der die Jubilare 1957 bzw. 1958 konfirmiert worden waren, eröffnete den Tag. Während des Gottesdienstes wurden die Goldkonfirmanden gesegnet. Zum Mittagessen gingen die Jubilare in das katholische Gemeindehaus, wo gegessen und erzählt wurde.
Am Nachmittag besichteten sie die evangelische Kirche und die Orgel, an der Pastor Waack alle Register zog. Im evangelischen Gemeindehaus gab es danach Kaffee und Kuchen. Zum Abschluss spielte in der der Kirche ein Bläsersextett besinnliche und bewegte Stücke für die Goldkonfirmanden. Beim Abschied war oft zu hören: „Was für ein schöner Tag.“
Wie lief es denn so bei Ihnen mit dem Wort Gottes seit ihrer Konfirmation? Diese Frage stellte Pastor Waack den Goldkonfirmanden am Sonntag, den 22. Juni 2008 im Gottesdienst zur Goldenen Konfirmation.
Wer 1957 oder 1958 in Wittenburg konfirmiert worden war, hatte eine Einladung zur „Goldenen Konfirmation“, dem 50. Jubiläum der Konfirmation, bekommen. Einige der Jubilare leben noch heute in Wittenburg, andere hatte es nach der Konfirmation und der Schule in fernere Städte oder Gegenden gezogen aus denen sie denen sie extra angereist waren. Sie alle trafen sich am Sonntagmorgen an der Kirche in Wittenburg.
Im Gemeindehaus, das viele nur aus Zeiten vor der Renovierung kannten, erhielten sie Namensschilder, so dass sie sich gleich wieder mit Namen ansprechen konnten. „Ach, du bist das!“, „Wo wohnst du jetzt?“, „Wie schön, dich wieder zu sehen.“ In die Gespräche hinein läuteten dann die Glocken zum 10.00 Uhr Gottesdienst.
Segnung der Gold-Konfirmanden
Mit Pastor Waack und Vikarin Schlaberg zogen die Jubilare in die mit Zweigen und goldenen Bändern geschmückte Kirche. Die Orgel spielte, der Bläserchor begleitete die Lieder und der Kirchenchor sang. Auf die Frage von Pastor Waack in der Predigt hätten sicher Viele etwas antworten können und taten es vielleicht im Stillen. Höhepunkt des Festgottesdienstes war die Segnung der Gold-Konfirmanden. Dazu wurden die Konfirmanden mit ihrem Namen gerufen. Sie traten an den Altar, Pastor Waack legte ihnen die Hand auf, segnete sie und überreichte jeder und jedem eine Urkunde zur Goldenen Konfirmation. Goldkonfirmanden und Gemeinde feierten danach gemeinsam das Abendmahl.
Nach dem Gottesdienst fand ein Ortswechsel zum katholischen Gemeindehaus statt. Dort war für das Mittagessen gedeckt. Pastor und Kirchgemeinderat sprachen kurz zu den Gästen bevor das Buffet eröffnet wurde. Sehr gut gestärkt machten sich die Männer und Frauen nach dem Mittag wieder auf den Weg zur Besichtigung der evangelischen Kirche, die erfrischend kühl war.
Den neuen Lichteraltar mit den 10 Geboten betrachteten die Goldkonfirmanden ebenso interessiert wie den mittelalterlichen Hauptaltar mit Jesus und Maria. An der Orgel zog Pastor Waack wortwörtlich alle Register, was die Besucherinnen und Besucher auf der Empore in Staunen versetzte. Anschließend besichtigten sie den verschlissenen Orgelbalg für dessen Erneuerung im Gottesdienst gesammelt worden war.
Eintrag in das "Buch der Goldkonfirmanden"
Vor dem Kaffeetrinken und Kuchenessen im evangelischen Gemeindehaus, wurde ein Gruppenfoto gemacht und die Gold-Konfirmanden trugen sich in das „Buch der Goldkonfirmanden“ ein.
Die Kaffee-Tische im Gemeindesaal waren festlich geschmückt. Die Kuchen und Torten schmeckten köstlich. Die Goldkonfirmanden hatten beim Essen und Trinken Zeit zum Reden und Plaudern aus vergangenen Zeiten. Es war aber auch Zeit, um Grüße derer zu hören, die nicht an diesem Tag teilnehmen konnten.
Zahlreiche Helferinnen und Helfer aus der Gemeinde hatten sowohl beim Mittagessen als auch beim Kaffeetrinken geholfen (Tische und Stühle aufgestellt, eingedeckt, Kuchen gebacken, abgewaschen…). Ihre emsige Arbeit wurde von den Gästen sehr wohl wahrgenommen und mit Anerkennung gewürdigt.
Abschlusskonzert mit dem Bläsersextett
Um 17.00 Uhr zogen die Gäste ein letztes Mal an diesem Tag in die Kirche, in der sie vor 50 oder 51 Jahren konfirmiert worden waren. Ein Bläsersextett spielte besinnliche aber auch beschwingte Stücke. Applaus! Zum Abschluss sprach Pastor Waack für alle einen Segen.
Als die Goldkonfirmanden und ihre Angehörigen die Kirche verlassen wollten, regnete und gewitterte es – das konnte die dankbare und schöne Stimmung aber nicht trüben. Von vielen war beim Abschied zu hören: „Wie schön, dass wir uns mal wieder gesehen haben.“, „Was für ein schöner Tag.“, „Gut, dass wir gekommen sind.“, Adressen wurden auch ausgetauscht und wer weiß wie es den Goldkonfirmanden noch mit dem Wort Gottes gehen wird.
von Vikarin Schlaberg
