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„Bereitet dem Herren den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig" |
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Es sprachen ein Vertreter der jüdischen Gemeinde, ein Kollege von mir aus der evangelischen Kirchgemeinde, sein Kollege von der katholischen Kirche, ein Vertreter der muslimischen Gemeinde sowie Repräsentanten des Unternehmens. Ich bin nicht sicher, ob die Anwesenden die Zeit des Wartens auf das Buffet zu schätzen wussten - geschweige die Zeit des Wartens im Advent. |
Wie sieht es mit uns aus? Bei mir wunderte sich eine Bekannte,
warum man denn nicht „O du fröhliche" auch jetzt schon singen dürfe -
in der beginnenden Adventszeit?!
Warum fällt uns das
Wir warten doch sonst auch: an der Kasse im Laden, hinter schimpfenden
Kunden, drängelnden Müttern, bei freundlichen Kassiererinnen. Am
Bahnhof, z.B. bei Minustemperaturen, wird es schwierig. Da muss man
sich dann bei Verspätungen ganz schön warm trampeln. |
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Apropos Verspätungen: Die Christen in alter Zeit rechneten damit, dass der Messias, der Heiland der Welt bald käme, um sie von dieser Erde zu erlösen. Es gab dann so etwas wie eine „Verspätung" im Kommen Gottes. Die Christen erlebten, dass Gott nicht so kam, wie sie es erwarteten: zum Endgericht, sondern dass Jahr um Jahr verstrich: aus einer Naherwartung wurde eine Fernerwartung. Gott würde kommen irgendwann. Aus diesem Warten entwickelte sich im Gottesdienstjahr die Feier des Adventes: Hoffen und warten auf die Ankunft Gottes. Diese Ankunft feierte man dann in Christlicher Tradition zum Weihnachtsfest. Die Zeit des Wartens, des Erwartens, dass Gott in unser Leben tritt, die ist zunehmend in den Hintergrund getreten. Vielleicht ist das ja auch ein Zeichen unserer Gesellschaft, dass Warten schwer geworden ist. Das Internet ist ein Beispiel: Ich habe etwas bestellt. 3-4 Tage würde es dauern und dann... dauerte es. Ich bin ja ein geduldiger Mensch, aber nach vier Tagen habe ich telefoniert. „Die Sendung würde auf den Weg gebracht." ... Da ging mir schon gleich die Hut-schnur hoch ... schließlich stand ja bei den Angaben zum Versand wie lange es dauern würde.
Warum können Wer nicht warten kann, dem fehlt, entgeht Zeit der Vorbereitung auf das was kommen soll, kommen wird. |
Und ich ertappe mich tatsächlich dabei, wie wenig ich Zeit zum Warten
haben möchte. Ich will gar nicht warten. Ich will ja sofort und schnell
und überhaupt, zügig und ohne Zeitverschwendung.
Es gibt Christen, die können es gar nicht abwarten, dass Gott zum Weltgericht erscheint.
Ich habe es damit nicht eilig. Ich möchte mich gern vorbereiten, vorbereitet sein, auf das was kommt, auf den, der kommt.
Was tun wir anders,
Vielleicht ist es ja auch nicht zufällig und darum verräterisch, wenn
wir immer gleich Weihnachtsfeiern machen möchten und den Advent, die
Zeit dazwischen, vergessen. Ihr Pastor Martin Waack |
Download des Gemeindebriefes und Download der Termine
